Aurora III
Die Aurora III, auch Aurie genannt, war ein Langträger im Dienst der Republikanischen Verteidigungskoalition (RVK) unter dem Kommando von Joss Adren. Während der Großen Hyperraum-Katastrophe wurde das Raumschiff für wichtige Bergungs- und Rettungsaktionen eingesetzt, um das Hetzal-System zu retten und Überlebende aus der havarierten Legacy Run zu bergen sowie deren Flugschreiber sicherzustellen.
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Aurora III war ein technisch fortgeschrittenes Schiff, das wie alle Langträger der RVK für Langstreckeneinsätze ausgelegt war und für logistische und militärische Einsatze genutzt wurde. Sie verfügte über ein zentrales Schubsystem, das üblicherweise über eine automatisierte Kopplung gesteuert wurde, um strukturelle Belastungen bei schnellen Manövern zu minimieren. Die erfahrene Systemingenieurin Pikka Adren modifizierte die Aurora III, indem sie die automatische Kopplung der Schubdüsen deaktivierte und durch eine manuelle Steuerung ersetzte. Dadurch wurde das Schiff erheblich manövrierfähiger, wenn auch instabiler – ein Risiko, das ihr Ehemann Joss Adren als Pilot in Kauf nahm.[1]
Im weiteren Verlauf des Nihil-Konflikts wurde die Aurora III mit einer Tarnvorrichtung ausgestattet, das sie vor Demontagedroiden schützte. Zusätzlich wurde ein Nihil-Kommunikationsdechiffrierer integriert, der es der Crew ermöglichte, feindliche Signale zu empfangen und zu analysieren.[2]
Geschichte[Bearbeiten]
Große Hyperraum-Katastrophe[Bearbeiten]
Während der Großen Hyperraum-Katastrophe wurde die Aurora III in den Orbit des Fruchtmondes von Hetzal Prime entsandt. Ursprünglich sollte sie eines der unkontrolliert durch den Hyperraum geschleuderten Fragmente zerstören, um eine Kollision mit der Oberfläche des dicht besiedelten Mondes zu verhindern. Als jedoch der Jedi-Pilot Burryaga Agaburry das Objekt mithilfe der Macht genauer untersuchte, stellte sich heraus, dass es sich nicht um ein bloßes Trümmerstück handelte, sondern um ein intaktes Modul der Legacy Run mit Überlebenden an Bord. Die Mission wurde somit kurzerhand zu einer gefährlichen Rettungsoperation.[3]
Die Aurora III näherte sich mit maximaler Geschwindigkeit und setzte ihre Magnetklammern ein, während die Jedi das Fragment mit der Macht stabilisierten. Durch eine präzise koordinierte Aktion gelang es, das Objekt erfolgreich abzubremsen und damit die drohende Katastrophe zu verhindern. Die Überlebenden wurden anschließend geborgen und in Sicherheit gebracht.[3]
Nach dem Abschluss der Rettungsmission wurde die Aurora III für eine neue Operation abkommandiert: die Bergung des Flugschreibers der Legacy Run. Dieses Transportschiff war der Ursprung der Hyperraum-Katastrophe gewesen, und die Republik wollte unbedingt die Daten des Unglücks analysieren, um die Ursache zu verstehen. Während der Bergungsmission wurde die Aurora III von den Nihil, einer gefährlichen Piratenorganisation, angegriffen. Unter dem Kommando von Lourna Dee versuchten die Nihil, den Flugschreiber zu zerstören und damit ihre Beteiligung an der Katastrophe zu vertuschen. Die Aurora III geriet in ein Gefecht, konnte aber mit Unterstützung der Jedi und republikanischer Streitkräfte die Angreifer abwehren und den Flugschreiber sicherstellen.[3]
Schlacht von Kur[Bearbeiten]
Die Aurora III war Teil der mobilisierten RVK-Truppenverbände unter dem Kommando von Admiral Pevel Kronara, die in der Schlacht von Kur erstmals direkt gegen die Nihil in ein Gefecht zogen. Im Verlauf der Auseinandersetzung beobachtete Joss Adren, dass Nihil-Schiffe mithilfe sogenannter Mikrosprünge ihre Positionen in schneller Folge wechselten – eine Taktik, der die meisten republikanischen Schiffe nur unzureichend begegnen konnten. Durch eine von den Adrens vorgenommene Modifikation am Steuerungssystem, welche das integrierte Sicherheitssystem gezielt umging, war es der Aurora III jedoch möglich, entsprechend angepasste Gegenmanöver durchzuführen. Das Schiff überstand die Gefechte ohne strukturelle Schäden und wurde im Nachgang als eines der wenigen Schiffe identifiziert, die unter den extremen Bedingungen voll manövrierfähig geblieben waren.[1]
Bei einer Nachbesprechung an Bord der Starlight-Station, geleitet von Kanzlerin Lina Soh, Admiral Kronara und Jedi-Meisterin Avar Kriss, legten die Adrens offen, dass sie das Steuerungssystem modifiziert hatten, was streng genommen eine nicht autorisierte Anpassung darstellte. Die Umrüstung und Leistungsfähigkeit der Aurora III wurde jedoch als exemplarisch hervorgehoben und als Beleg dafür angeführt, dass technische Improvisation – sofern fachlich fundiert – einen signifikanten Beitrag zur Einsatzfähigkeit republikanischer Einheiten leisten konnte. Aufgrund ihres Einfallreichtums und ihrer Improvisationsfähigkeiten erhielten die Adrens das Angebot, Teil einer neu zu formierenden Spezialeinheit zu werden, die Überreste der Nihil aufspüren und bekämpfen sollte.[1]
Gestrandet in der Okklusionszone[Bearbeiten]
Im Zuge der weiteren Auseinandersetzung mit den Nihil wurde die Aurora III für eine Bergungsmission zum Rand des Okklusionszone entsandt, um ein Nihil-Schiff zu untersuchen. Diese Sperrzone, die von einer speziellen Hyperraumtechnologie der Nihil – dem Sturmwall – geschützt wurde, hatte einen ganzen Teil der Galaxis vom Rest abgeschnitten. Während des Einsatzes kam es zu einem plötzlichen Energieausfall und einem Angriff durch Demontagedroiden. Trotz schwerer Schäden gelang es der Besatzung, die Kontrolle zurückzugewinnen, doch stellte sich heraus, dass sich das Gebiet der Okklusionszone weiter ausgedehnt hatte und sich die Aurora III nun im Einflussgebiet der Nihil befand.[4]
In den folgenden Wochen wurden notwendige Reparaturen an der Aurora III vorgenommen, während die Crew nach einer Möglichkeit zur Flucht suchte. Die begrenzten Vorräte und die permanente Gefahr durch Nihil-Patrouillen zwangen sie, sich zu verstecken. Während eines erneuten Angriffs durch Demontagedroiden wurde das Schiff in ein Asteroidenfeld gesteuert, wo die Crew ein verlassenes Nihil-Schiff entdeckte.[4] Dort trafen Joss und Pikka auf Visma Tarko und Elping Tsoo, RVK-Mitglieder und Überlebende eines Nihil-Angriffs. Sie schlossen sich der Besatzung der Aurora III an.[2]
Die Erweiterung der Crew führte zu einer internen Debatte über die Zukunft der Aurora III. Visma Tarko schlug vor, das Schiff aufzugeben und stattdessen das gefundene Nihil-Schiff als Tarnung zu nutzen. Joss Adren sprach sich dagegen aus, da die Aurora III technisch überlegen war. Schließlich wurde entschieden, das Nihil-Schiff zu verlassen und stattdessen seine Technologie in die Aurora III zu integrieren. Dazu gehörten eine Tarnvorrichtung gegen Demontagedroiden sowie ein Kommunikationsdechiffrierer, der es ermöglichte, eine Notrufübertragung eines Gefangenentransporters abzufangen.[2]
Aufgrund dieser Übertragung entschied sich die Crew, einen beschädigten Gefangenentransporter der Nihil zu untersuchen und mögliche Überlebende zu retten. Während des Einsatzes stellte sich heraus, dass eine unbekannte Substanz große Teile des Gefangenenschiffs bedeckte und dessen Insassen getötet hatte. Die Crew fand die einzige Überlebende, eine Mon Calamari namens Ghal Tarpfen.[5]
Quellen[Bearbeiten]
- Die Hohe Republik – Das Licht der Jedi
- Die Hohe Republik – Allzeit vereint
- Die Hohe Republik – Freund oder Feind?
- Die Hohe Republik – Überlebende
- Die Hohe Republik – Der Erreger