Benutzer:Anakin Skywalker/Kanon-Werkbank

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Namenlose
Allgemeines
Heimatwelt:

X[1]

Beschreibung
Besondere Merkmale:
  • Energieaufnahme durch die Macht
  • tentakelartige Auswüchse am Unterkiefer
  • kräftige Vorderbeine mit Krallen

Die Namenlosen, auch bekannt als Shrii Ka Rai, Gleichmacher, Machträuber oder Machtfresser, sind geheimnisvolle, kaum verstandene Kreaturen vom Planeten X, die während der Ära der Hohen Republik auftraten. Sie besitzen die einzigartige Fähigkeit, sich von der Macht selbst zu nähren, was sie zu einer existenziellen Bedrohung für machtsensitive Wesen, insbesondere die Jedi, machte. In ihrer bloßen Nähe verloren Jedi den Zugang zur Macht, erlitten Halluzinationen, Wahnsinn und starben schließlich unter grausamen Umständen, ohne erkennbare äußere Verletzungen.

Sie wurden von Marchion Ro, dem Anführung der Piratenorganisation Nihil und sogenanntes „Auge der Nihil“, im Zuge der Nihil-Krise systematisch als Waffe gegen den Jedi-Orden eingesetzt. Über mehrere Jahre hinweg bemühten sich die Jedi und die Galaktische Republik, die zunehmende Bedrohung einzudämmen, fanden jedoch lange Zeit keine wirksame Gegenmaßnahme.

Beschreibung[Bearbeiten]

Aufgrund ihrer einzigartigen Eigenschaften und der Tatsache, dass ihre bloße Präsenz bei Machtnutzern Halluzinationen und Wahnsinn auslöst, gibt es nur wenige detaillierte und sogar widersprüchliche Beschreibungen ihres Aussehens. Die psychischen Effekte machen es für Betroffene nahezu unmöglich, die Kreaturen klar zu sehen oder zu beschreiben.​[2]

Obratuk Glii wird von einem Namenlosen getötet.

Die äußerliche Erscheinung besticht durch einen massiven, gedrungenen Körperbau mit kräftigen Muskelpartien und einer durchgehenden Reihe stachelartiger Auswüchse entlang des Rückens. Ihr Schädel ist langgezogen, wobei vom Unterkiefer mehrere tentakelartige Auswüchse herabfallen, die sich verzweigen, teilweise spiralförmig krümmen und weit über den Brustbereich hinausreichen. Die kleinen, weit auseinanderliegenden Augen sind tief im Schädel eingelassen. Während die Vordergliedmaßen ungewöhnlich lang und kräftig sind und in scharfen, krallenartigen Fortsätzen enden, zeigen sich die Hinterbeine im Verhältnis dazu kürzer, jedoch ebenfalls muskulös und robust gebaut. Markant ist auch der Schwanz, der sich am Ende in eine gespaltene Spitze mit dünnen, fadenartigen Ausläufern verzweigt.[3]

Die Namenlosen haben einen verheerenden Einfluss auf Machtnutzer. Dieser macht sich in akuter Desorientierung, Schwindel, Kälteempfinden, mentaler Blockaden und eine Form von existenzieller Furcht bemerkbar, die selbst erfahrene Jedi überwältigen kann. Die Betroffenen verlieren häufig die Kontrolle über ihre Fähigkeiten und geraten in einen Zustand wachsender Verwirrung, Erschöpfung bis hin zur Bewusstlosigkeit. Mehrere Jedi berichteten zudem, dass sich die Macht in Gegenwart der Kreaturen als verzerrt, fremd und unzugänglich anfühlte – ein Zustand, der teils auch nach dem Rückzug der Wesen anhielt. Eine direkte Konfrontation führt in einigen Fällen zum Tod, wobei das Opfer zu einer steinernen Hülle verwandelt wird, die zu Staub zerfällt.[2] Nach ihrem Tod lösen sich Namenlose ebenfalls in Staub auf.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Freisetzung durch Marchion Ro[Bearbeiten]

Im Jahr 231 VSY reiste Marchion Ro in Begleitung des machtsensitiven Piloten Udi Dis an Bord der Squall Spider zum Planeten Rystan, wo sie sich mit Ros Cousine Kufa trafen. Von ihr ließ sich das Nihil-Oberhaupt zu einem verborgenen Schrein in der lebensfeindlichen Eiswüste von Golamaran führen, wo er die Namenlosen vermutete. Nach einem beschwerlichen Abstieg in ein unterirdisches Höhlensystem und einem Kampf gegen ein Tentakelwesen, den Cobonica, sowie vier Wächterdroiden trafen sie schließlich auf ein Exemplar der Namenlosen, auch Gleichmacher genannt, das in einem Eisblock gefangen war. Aufgrund seiner Verbindung zur Macht spürte Udi Dis die einnehmende Präsenz der Kreatur und wurde von plötzlichen Visionen und Halluzinationen überwältigt. Marchion Ro, der mit der Entdeckung des Wesens sein Ziel erreicht hatte, tötete daraufhin Dis und Kufa.[5]

Marchion Ro stellte die in Eis gefrorene Kreatur sicher und ließ sie zu seiner Basis auf dem Planeten Grizal überführen, wo sie vom Forscher Dr. Kismar Uttersond in den Laboren an Bord der Gaze Electric untersucht wurde. Gleichzeitig durchsuchte Ro die Archive seines verstorbenen Vaters Asgar, um die Natur der Namenlosen zu verstehen. Sein Plan war es, die Kreatur auf den Jedi Loden Greatstorm loszulassen, den die Nihil im Jahr zuvor gefangen genommen hatten. Als die Basis auf Grizal von Jedi infiltriert und von republikanischen Streitkräften angegriffen wurde, sah sich Marchion Ro gezwungen, sein Vorhaben zu beschleunigen. Er löste die Versiegelung des Gleichmachers mithilfe eines alten Artefakts aus der Sammlung seines Vaters und verband es mit einem zweiten Objekt, das er aus den Ruinen von Kharvashark geborgen hatte. Das Wesen griff sofort in das Kampfgeschehen ein und verursachte bei den Jedi Elzar Mann und Bell Zettifar alptraumhafte Visionen sowie eine vollständige Trennung von der Macht. Elzar befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Vektor-Sternenjäger und stürzte infolgedessen unkontrolliert ab. Für Loden Greatstorm endete die Begegnung mit dem Gleichmacher tödlich: Er verwandelte sich in eine versteinert wirkende Hülle und zerfiel schließlich zu Staub.[5]

Im weiteren Verlauf der Ereignisse gelang es Marchion Ro, weitere Namenlose unter seine Kontrolle zu bringen. Sieben Exemplare wurden von drei seiner loyalsten Krieger – Werrera, Leyel und Cale – als gefährliche Tierfracht auf die Starlight-Station geschleust. Die Mission der Nihil bestand darin, sich als Techniker getarnt Zugang zur Station zu verschaffen, sie systematisch zu sabotieren und zentrale Systeme zu destabilisieren. Die Station, ein Leuchtturmprojekt der republikanischen Expansionspläne im Äußeren Rand und zugleich Standort eines Jedi-Tempels, sollte gezielt zum Absturz gebracht werden. Über mehrere Tage hinweg manipulierten die Infiltratoren die Rettungskapseln, Kommunikationssysteme und den Reaktorkern, platzierten vorbereitete Sprengsätze und stifteten allgemeines Chaos. Die freigelassenen Namenlosen sorgten zusätzlich dafür, dass die Jedi sowohl abgelenkt als auch in ihrer Fähigkeit, die Macht einzusetzen, stark eingeschränkt waren. Infolge ihrer Begegnung mit den Kreaturen starben die Jedi Regald Coll, Orla Jareni und Nib Assek. Die Sabotage führte schließlich zum Absturz der Starlight-Station in den Ozean des Planeten Eiram. Ro selbst empfand sowohl Genugtuung über den Erfolg als auch Bedauern über den Verlust der Kreaturen. Er nahm sich jedoch vor, neue Quellen zu erschließen.[2]

Bedrohung des Jedi-Ordens[Bearbeiten]

Nach seinem Triumph gab sich Marchion Ro in einer öffentlichen Botschaft als Drahtzieher des Chaos zu erkennen.[2] Zudem errichtete er den sogenannten Sturmwall – eine Hyperraumblockade, die jeglichen Kontakt mit der Außenwelt unterband. Damit schuf er die sogenannte Okklusionszone und brachte zahlreiche Welten unter seine Kontrolle, die fortan vom Einfluss der Republik abgeschnitten waren. Die Republik und der Jedi-Orden hatten zunächst keine Antwort auf diese Bedrohung. Besonders das Auftauchen der Namenlosen führte dazu, dass viele Jedi nach Coruscant zurückbeordert wurden und die Ausbildung neuer Jedi beschleunigt wurde.[6]

Genau ein Jahr nach dem Untergang der Starlight-Station ließ Marchion Ro in einer öffentlich ausgestrahlten Hinrichtung einen Namenlosen auf den zuvor gefangen genommenen Jedi-Großmeister Pra-Tre Veter los. Dieser starb daraufhin einen qualvollen Tod und zerfiel zu Staub. Die Ermordung wurde über eine öffentliche Frequenz in die gesamte Galaxis übertragen und stellte eine beispiellose Provokation sowie eine klare Machtdemonstration der Nihil gegenüber der Republik und dem Jedi-Orden dar. Ro beabsichtigte, weitere Jedi gefangen nehmen zu lassen, um sie als Testobjekte für die Namenlosen zu verwenden. Zu diesem Zweck beauftragte er Generalin Abediah Viess damit, Jedi lebend gefangen zu nehmen und nach Hetzal zu bringen – der neuen Hochburg der Nihil. Dort ließ Marchion Ro Experimente an den Namenlosen durchführen, geleitet vom ithorianischen Wissenschaftler Baron Boolan.[6]

Angesichts der wachsenden Bedrohung durch die Namenlosen kamen die Jedi zu der Erkenntnis, dass passives Abwarten keine Option darstellte. Die Jedi Reath Silas und Emerick Kaphtor wurden mit der Aufgabe betraut, mehr Informationen zu den Kreaturen herauszufinden. Zudem konsultierte der Hohe Rat der Jedi den ehemalige Jedi Azlin Rell, der den Namenlosen einst selbst gegenübergestanden und überlebt hatte. Er widmete Jahrzehnte der Erforschung ihres Ursprungs. Dennoch ergab sich für die Jedi zunächst kein direkter Ansatz, um der Bedrohung wirksam zu begegnen.[6]

Experimente mit den Namenlosen[Bearbeiten]

Parallel zu den Untersuchungen der Jedi begannen auch innerhalb der Nihil Spannungen zu wachsen. Die Namenlosen entwickelten sich zunehmend zu einem strategischen Mittel – sowohl im Kampf gegen die Republik als auch in internen Machtfragen. Die Nihil-Ministerin Ghirra Starros, die sich für Friedensverhandlungen mit der Republik ausgesprochen hatte, wurde von vielen als Verräterin angesehen. Gleichzeitig wuchs der Einfluss von Baron Boolan, dessen Experimente mit den Namenlosen neue Formen sogenannter „Jedi-Jäger“ hervorbringen sollte.[6] Allerdings erzielte Baron Boolan mit seinen Forschungen keine nennenswerten Fortschritte.[4]

Im Jahr 228 VSY besuchte Marchion Ro den fünften Mond von Norisyn, wo die Nihil eine Kristallfarm zur Herstellung synthetischer Kyberkristalle betrieben, die der Energieversorgung des Sturmwalls diente. Eine Seuche – die sogenannte Verderbnis – hatte sich bereits über mehrere Planeten ausgebreitet und begann nun auch, die Kristalle zu befallen. Diese verwandelten sich in eine grau-weiße Masse. Ro zog Parallelen zu den Kräften der Namenlosen und begann eigene Nachforschungen. Er setzte ein Ei der Namenlosen der Verderbnis aus und beobachtete, dass es resistent gegenüber der Seuche war. Anschließend schickte er zwei ausgewachsene Exemplare in das verseuchte Feld, woraufhin sich die Verderbnis direkt auf die Namenlosen zubewegte. Beeindruckt von diesem Phänomen richtete Marchion Ro seine Aufmerksamkeit auf weitere Experimente, um die Eigenschaften dieses Effekts für sich nutzbar zu machen.[4]

Bei einem Vorstoß zur Befreiung Naboos infiltrierten die Jedi Vernestra Rwoh, Bell Zettifar und Burryaga Agaburry gemeinsam mit RVK-Soldaten die Basis von Generalin Viess, wo sie auf zwei Namenlose trafen. Im Verlauf des Kampfes stellte sich Agaburry den Kreaturen entgegen, warf sein Lichtschwert nach ihnen und rettete so seinen Freund Bell Zettifar. Der Wookiee war damit der erste Jedi, dem es gelang, einen Namenlosen im Kampf zu besiegen. Gleichzeitig bewies er, dass es möglich war, der lähmenden Wirkung dieser Wesen zu widerstehen. Der Jedi-Rat befragte ihn anschließend, doch Burryaga konnte selbst nicht erklären, wie es ihm gelungen war – und zweifelte daran, ob er es je wiederholen könnte. Da der Wookiee im Orden für sein besonderes Einfühlungsvermögen bekannt war, stellte sich die Frage, ob Empathie ein möglicher Schlüssel im Kampf gegen die Namenlosen sein konnte.[4]

Im Zuge seiner Experimente begab sich Marchion Ro mit zwei Namenlosen auf einen abgelegenen Planeten nahe des Wilden Raumes. Eine der Kreaturen war eine modifizierte Version aus den Laboren von Baron Boolan – ausgestattet mit zusätzlichen Klauen an den Vorderbeinen und kybernetischen Verbesserungen entlang der Wirbelsäule. Ro führte diese Kreaturen mit, um ihre Reaktion auf den Stab der Macht zu testen, mit dem er die Wesen kontrollieren konnte. Sein eigentliches Ziel war jedoch die Untersuchung der Entwicklung der Drengir-Samen, die er dort Monate zuvor vergraben hatte. Diese uralten, fleischfressenden Pflanzenwesen hatten wenige Jahre zuvor eine ernsthafte Bedrohung dargestellt, und Marchion Ro plante, Versuche zu unternehmen, auch sie zu kontrollieren. Besonders interessierte ihn, wie sich Drengir, Namenlose und die Verderbnis in Kombination verhielten. Weitere Experimente in diese Richtung wollte Ro auf Vixoseph I, einer von der Verderbnis betroffenen Welt, durchführen. Allerdings musste er seine Versuche vorzeitig abbrechen – aufgrund des Eintreffens von Jedi und republikanischen Truppen.[4]

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Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]