Vo'ren Faalo
Vo'ren Faalo | |
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Beschreibung | |
Geschlecht: |
männlich[1] |
Biografische Informationen | |
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- „Es ist zwar wahr, dass ein Jedi seine Kraft nur zur Verteidigung und niemals zum Angriff einsetzt, aber es ist ebenfalls wahr, dass ein Jedi sich dennoch mit großer Wachsamkeit vorbereiten muss, denn nur die Macht weiß, wann man sich seiner größten Schlacht stellen muss.“
- — Vor'en Faalo in seinem Book of Practical Lightsaber Technique [4] (Quelle)
Vo'ren Faalo war ein Jedi-Meister des alten Ordens, der einige Jahrhunderte vor den Klonkriegen lebte. Als Jedi-Kampfmeister fungierte er als der oberste Lichtschwertausbilder. In dieser Position entwickelte er eine Reihe von Trainingsprogrammen, Faalos Kadenzen, die er neben anderen Schriften über den Lichtschwertkampf in seinem Book of Practical Lightsaber Technique sammelte. Faalos beispiellosen Lektionen und seine neuartigen Kampftechniken machten ihn noch lange nach seinem Tod zu einem der prominentesten Kampfmeister aller Zeiten. Seine Kadenzen wurden noch während der Herrschaft des Galaktischen Imperiums von Adepten im Umgang mit dem Lichtschwert praktiziert.
Biografie[Bearbeiten]
Vo'ren Faalo war ein Jedi-Kampfmeister des alten Ordens, der während der Zeit der Alten Republik lebte.[1] Wie zahlreiche andere Jedi-Meister entwickelte auch Faalo sein eigenes Lichtschwert-Trainingsprogramm, um seine Schüler auf ihre schwierigsten Kämpfe vorzubereiten.[3] Er galt als einer der größten Lichtschwertlehrmeister aller Zeiten. Faalo stand in dem Ruf, jeden zur Meisterschaft in jeglicher bekannten Form des Lichtschwertkampfs führen zu können. Seine Schüler wurden oftmals selbst beispiellose Kampfmeister und Jedi-Waffenmeister.[1] Faalo entwickelte mit „Faalo's Will“ sein eigenes Lichtschwert-Manöver. Hierzu führte ein Schwertmeister das Lichtschwert im Duell mithilfe der Macht telekinetisch und blockte damit gegnerische Hiebe. Vo'ren Faalo beschrieb die Technik erstmals in seinem Book of Practical Lightsaber Technique,[5] einem Handbuch für Adepten des Lichtschwertkampfs, das unter der Identifikationsnummer „162. S*D/3/r^6.56“ in dem Verlag Novacron Press erschien. Das Herzstück seines Buches war das darin beschriebene Trainingsprogramm Faalos Kadenzen, das aus fünf teils mehrstündigen Übungen bestand.[3] Vo'ren Faalo erschuf ein persönliches Jedi-Holocron, in dem er seine privaten Lichtschwert-Trainingstechniken darlegte.[6] Zahllose Jedi-Meister studierten Faalos Kadenzen und übernahmen sie in ihre eigenen Lichtschwerttrainings.[3] Die Meisterung von Faalos Kadenzen mit verbundenen Augen galt, ebenso wie ein Sieg gegen einen Jedi-Kampfmeister in einem Sparringduell, als eine herausragende Leistung für einen Padawan. Im Regelfall entband eine dieser beiden Errungenschaften einen Anwärter davon, im Rahmen seiner Prüfungen zum Erwerb der Ritterschaft die Prüfung des Könnens ablegen zu müssen. Die Chefbibliothekarin Restelly Quist erwähnte diese Möglichkeit in ihrem Beitrag zu dem Handbuch Das Buch der Jedi – Ein Wegweiser für Schüler der Macht.[7]
Während der Herrschaft des Galaktischen Imperiums unterlag sein Book of Practical Lightsaber Technique der imperialen Zensur und war in allen Formaten verboten.[3] Gerüchten zufolge ließ der Sith-Lord Darth Vader in die AA-1-Verbogehirne, die er in seine persönlichen ASP-19-Lichtschwerttrainingsdroiden einbauen ließ, auch die Inhalte von Faalos Holocron als Teil der Kampfsoftware einprogrammieren.[6] Kurz nach der Schlacht von Yavin baute der Inquisitor Adalric Cessius Brandl im Kovit auf Trulalis die Kerzen für die erste Kadenz nach Vo'ren Faal auf, um Fable Astin im Lichtschwertkampf zu trainieren und auf ihre Begegnung mit dem Adepten der Dunklen Seite Vialco vorzubereiten. Nach einiger Zeit meisterte sie die erste Kadenz und fuhr mit der zweiten fort. Später, während ihres Duells mit Vialco, erinnerte sie sich an die Bewegungsmuster der Kadenz.[8]
Philosophie[Bearbeiten]
Im Rahmen seiner Lektionen lehrte Vo'ren Faalo seinen Schülern, dass die wahre Meisterschaft im Umgang mit dem Lichtschwert nichts mit körperlicher Kraft oder Geschick zu tun hätte, sondern das Lichtschwert den Fokus für die eigene geistige Disziplin und die Empfänglichkeit für die Macht bilde. Hierzu entwickelte er fünf Trainingsprogramme, die als Kadenzen bekannt wurden, und den Schülern helfen sollten, ihre Lichtschwerter besser zu führen, indem sie zunächst ihre Selbstkontrolle meisterten. Faalo zufolge hing die wahre Meisterschaft im Lichtschwertkampf von zwei Aspekten der Macht ab: der Kontrolle und dem Gefühl. Nur durch strikte geistige Disziplin und innere Ruhe, so Faalo, könne ein Schüler die nötige Präzision im Umgang mit dem Lichtschwert erlernen.[1] Für Faalos Kadenzen bedurfte der Lichtschwertkämpfer zahlreicher Kugellager aus Durastahl[2] mit einem Durchmesser von maximal einem Millimeter sowie Wachskerzen. Die erste Kadenz verlangte dem Schüler ab, ein Kugellager, das in einer bis anderthalb Metern großen Entfernung auf einer Kerze platziert wurde, mit der Spitze der Lichtschwertklinge als Ende eines Lichtschwertschwungs zu verdampfen, ohne die Kerze zu entzünden oder zu beschädigen. Daraufhin wurde die Anzahl der Kerzen mit jeder weiteren Runde bis zu einer Höchstzahl von 19, die in regelmäßigen Abständen einem Halbkreis aufgestellt wurden, erhöht. Bereits die akkurate Aufstellung der Kerzen in den korrekten Winkeln bedurfte höchster Konzentration und Geduld. Wenn der Schüler eine der Kerzen sichtbar verbrannte, musste er jedes Mal wieder bei einer Kerze starten. Hierdurch wollte Faalo die Adepten in Frustrationstoleranz und Geduld schulen. Für die zweite Kadenz stellte der Schüler 72 Kerzen mit einem geringeren Abstand als noch bei der ersten Übung in einem Kreis um sich auf. Für die dritte Kadenz sollte der Schüler 180 Kerzen aufstellen und dabei nur bestimmte Kugellager verdampfen, während die vierte Kadenz sogar den Umgang mit 360 Kerzen gleichzeitig erforderte. Für die vierte Kadenz wurden aber keine Kugellager mehr benötigt, da der Schüler nach den vorangegangenen drei Kadenzen das Erfordernis sorgfältigen Zielens bereits verinnerlicht haben sollte. Stattdessen richtete sich das Muster der Lichtschwertmanöver nach einer komplexen mathematischen Gleichung. Die meisten Jedi schafften diese Kadenz sogar nach ihrem Ritterschlag noch nicht. Für die fünfte und letzte Kadenz, die Jedi-Meistern vorbehalten war, stellte sich der Kämpfer für die ersten zwei Stunden vor, wo die Kerzen bei den vorherigen Kadenzen gestanden hätten, und schwang sein Lichtschwert dementsprechend. Für die letzte Stunde sollte er sein Lichtschwert dagegen aus der Hand legen und es mittels Telekinese entlang der Schwungmuster bewegen.[3] Aus dem Finale der fünften Kadenz entstand auch sein eigenes Manöver „Faalo's Will“.[5] Angesichts der überragenden Erfolge seiner Trainingsprogramme zweifelten nur wenige an Vo'ren Faalos Philosophie.[1]
Quellen[Bearbeiten]
- Uhl Eharl Khoehng
- Das Buch der Jedi – Ein Wegweiser für Schüler der Macht (Seite 105)
- Galaxies Trading Card Game – Galactic Hunters (Karte: Faalo's Will)
- Galaxy Guide 9: Fragments from the Rim (Seite 70-74)
- Jedi Academy Training Manual (Seite 13)
- Shadows of the Empire Sourcebook (Seite 104)
- The Complete Star Wars Encyclopedia (Band I, Seite 250, Eintrag: Faalo’s cadences)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 Jedi Academy Training Manual
- ↑ 2,0 2,1 The Complete Star Wars Encyclopedia
- ↑ 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 Galaxy Guide 9: Fragments from the Rim
- ↑ Eigenübersetzung: „While it is true that a Jedi uses his power only for defense, never for attack, it is equally true that a Jedi must nevertheless prepare with great vigilance, for only the Force knows when you may face your greatest battle.”
- ↑ 5,0 5,1 Galaxies Trading Card Game – Galactic Hunters (Karte: Faalo's Will)
- ↑ 6,0 6,1 Shadows of the Empire Sourcebook
- ↑ Das Buch der Jedi – Ein Wegweiser für Schüler der Macht
- ↑ Uhl Eharl Khoehng
Vo'ren Faalo wurde erstmals in dem Rollenspiel-Regelwerk Galaxy Guide 9: Fragments from the Rim als Autor eines Handbuchs innerhalb des Star-Wars-Universums erwähnt. Seine Lehren wurden in weiteren Rollenspielwerken von West End Games und Wizards of the Coast sowie in Patricia A. Jacksons Kurzgeschichte Uhl Eharl Khoehng aufgegriffen.